Beratungsangebot

Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen

Hintergrund

Qualitätsmanagement in deutschen Hochschulen begann im Wesentlichen Anfang der neunziger Jahre mit der Forderung nach Qualitätsverbesserungen im Bereich der Lehre. Diese Entwicklungen wurden durch die 1999 in Gang gesetzte Bologna-Reform forciert: Die Definition und Einhaltung europaweit geltender Qualitätsstandards in der Hochschulbildung ist ein zentrales Ziel dieser Reform. 95 % der deutschen Hochschulen hatten im Jahr 2007 bereits hochschulweite Konzepte des Qualitätsmanagements im Bereich Studium und Lehre etabliert. Ein wichtiger Motor für diese Entwicklungen war auch die Einführung der Programmakkreditierung, die dazu führte, dass Hochschulen bestimmte qualitätssichernde Elemente in ihren Studiengängen umsetzen mussten.

Inzwischen haben alle Hochschulen einzelne qualitätssichernde Elemente für den Bereich Studium und Lehre etabliert, wie z.B. die Evaluation von Lehrveranstaltungen (bzw. Modulen), die Durchführung von Absolventenverbleibsstudien (bzw. die Beteiligung an diesen), die Durchführung von hochschuldidaktischen Maßnahmen (z.B. Curricula-Entwicklung, individuelle Professionalisierung), die leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) u.v.m. Verbinden sich Kernprozesse der Qualitätssicherung mit strategischen Elementen des Managements im Rahmen von Qualitätsregelkreisen, entsteht ein Qualitätsmanagementsystem (QMS). Die QM-Maßnahmen werden dabei enger verzahnt und mit der strategischen Planung gekoppelt. Die Politik reagierte auf diesen Trend und hat 2007 die Systemakkreditierung etabliert, deren Gegenstand das hochschulische QMS darstellt (s.u.).

Abhängig von der Größe, dem Profil und dem Selbstverständnis der Institution sind große Unterschiede bei der Etablierung, Bezeichnung und Ausgestaltung von QMS in den Hochschulen festzustellen. Ein QMS sollte die Tradition und die Erfahrungen der eigenen Hochschule berücksichtigen. Eine wichtige Voraussetzung für seine Einführung ist daher die positive Einstellung der involvierten Personen gegenüber dem Vorhaben. Die Akzeptanz eines QMS erfordert enge Abstimmungs- und Mitgestaltungsprozesse bei seiner Etablierung. Ein erfolgreiches QMS kann nicht „top down“ auf die Hochschule „gestülpt“ werden, sondern sollte bei seiner Etablierung alle relevanten Akteure partizipativ einbinden. Gerade in großen und heterogenen Hochschulen sind Abstimmungsprozesse mit den dezentralen Einheiten beim Aufbau eines QMS besonders notwendig und wichtig.

Mein Beratungsangebot

Gern biete ich Ihrer Hochschule folgende Unterstützungen bei der Planung und Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems an:

Beratung bei organisatorischen Fragen

Zeitplangestaltung, To-Do-Listen, Vorschläge zur Arbeitsteilung, Prioritätenlisten, Berücksichtigung von institutionellen Besonderheiten

Ist-Soll-Analyse

Analyse der bereits bestehenden Strukturen und Prozesse des Qualitätsmanagements, Abgleich mit den Anforderungen von Kriterien (z.B. bei normierten Verfahren oder für die Systemakkreditierung), Identifikation von Verbesserungspotentialen, Ableitung von Empfehlungen

Inhaltliche Beratung

Beratung bei der Identifikation von geeigneten und sinnvollen Qualitätszielen (unter Berücksichtigung von Benchmarks), Beratung bei der Identifikation von geeigneten Interventionsgrenzen („ab wann gehen im System rote Lampen an?“), Unterstützung bei der Identifikation von Kernprozessen, die in Qualitätsregelkreise eingebunden werden sollten

Berichtssystem und Zuständigkeiten

Beratung bei der Entwicklung eines geeigneten Berichtssystems und der Gestaltung transparenter Zuständigkeiten, um Entscheidungsprozesse, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten klar zu definieren und zu veröffentlichen (unter Berücksichtigung von Good-Practice-Beispielen)

Selbstdokumentation

Beratung und Unterstützung bei der Gestaltung der Selbstdokumentation zum QMS, Gegenlesen von Dokumentenentwürfen auf inhaltliche Stimmigkeit und Vollständigkeit

Beteiligung von Stakeholdern

Beratung bezüglich der Beteiligung externer Expertinnen und Experten, Studierender und Alumni an den Kernprozessen des QMS, Vorbereitung von (bzw. Mitwirkung an) Abstimmungsgesprächen mit Stakeholdern, um die Unterstützung und Mitwirkung aller relevanter Akteure zu gewährleisten, Mitwirkung an Abstimmungsgesprächen mit Fakultäten bzw. Fachbereichen

Systemakkreditierung

Hintergrund

Den deutschen Hochschulen steht es seit 2007 im Prinzip frei, zwischen Programm- und Systemakkreditierungsverfahren zu wählen, wobei die Entscheidung für die Systemakkreditierung an die Vorbedingungen geknüpft ist, dass ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) im Bereich Studium und Lehre genutzt wird. Im Rahmen einer Systemakkreditierung wird dieses QMS im Hinblick auf seine Eignung und Wirksamkeit begutachtet, die Qualität der Studiengänge und die Einhaltung formaler Vorgaben zu gewährleisten. Eine systemakkreditierte Hochschule muss die eigenen Studiengänge nicht mehr separat extern programmakkreditieren lassen, insofern diese das interne Qualitätsmanagement durchlaufen haben. Im Rahmen des Verfahrens kontrolliert eine Akkreditierungsagentur die Erfüllung der folgenden Kriterien:

  • Qualifikationsziele
  • hochschulinterne Steuerung in Studium und Lehre
  • hochschulinterne Qualitätssicherung
  • Berichtssystem und Datenerhebungen
  • Zuständigkeiten
  • Dokumentation
  • Kooperationen

Diese Kriterien für die Systemakkreditierung sind unkonkret und vage ausformuliert, so dass es große Interpretationsspielräume zwischen den Agenturen gibt. Es zeigen sich z.T. massive Unterschiede und agenturspezifische Besonderheiten, die den Überblick über das Verfahren für die interessierten Hochschulen zu einer Herausforderung macht. Das Systemakkreditierungsverfahren, das in der Regel mehrere Jahre dauert, hat zusätzlich sehr komplexe Verfahrensablauf- und Entscheidungsregeln.

Mein Beratungsangebot

Gern biete ich Ihrer Hochschule folgende Unterstützungen bei der Planung und Durchführung eines Systemakkreditierungsverfahrens an:

Beratung bei organisatorischen Fragen

Agenturauswahl, To-Do-Listen, Vorschläge zur internen Zeit- und Arbeitsteilung, Prioritätenlisten, Berücksichtigung von institutionellen Besonderheiten, Beratung bei der Umstellung von der Programm- zur Systemakkreditierung, Vorbereitung der beiden Vor-Ort-Begutachtungen und der Stichprobenziehungen

Ist-Soll-Analyse

Analyse der bereits bestehenden Strukturen und Prozesse des Qualitätsmanagements, Abgleich mit den Anforderungen an eine Systemakkreditierung, Identifikation von Verbesserungspotentialen, Ableitung von Empfehlungen

Inhaltliche Beratung

Beratung bei der Identifikation von attraktiven Spielräumen bei der Interpretation der Kriterien, Beratung bei der Identifikation von sinnvollen Qualitätszielen (unter Berücksichtigung von Benchmarks), Beratung bei der Identifikation von geeigneten Interventionsgrenzen („ab wann gehen im System rote Lampen an?“), Unterstützung bei der Identifikation von Kernprozessen, die in Qualitätsregelkreise eingebunden werden sollten

Berichtssystem und Zuständigkeiten

Beratung bei der Entwicklung eines geeigneten Berichtssystems und der Gestaltung transparenter Zuständigkeiten, um Entscheidungsprozesse, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten klar zu definieren und zu veröffentlichen (unter Berücksichtigung von Good-Practice-Beispielen)

Kernprozess: Entwicklung von Studiengängen

Beratung beim Kernprozess „Einführung von Studiengängen“, damit das QMS sicherstellt, dass neue Studiengänge den formalen und inhaltlichen Akkreditierungsvorgaben entsprechen

Beteiligung von Stakeholdern

Beratung bezüglich der Beteiligung externer Expertinnen und Experten, Studierender und Alumni an den Kernprozessen des QMS, Vorbereitung von (bzw. Mitwirkung an) Abstimmungsgesprächen mit relevanten Stakeholdern, um die Unterstützung und Mitwirkung aller relevanter Akteure zu gewährleisten, Mitwirkung an Abstimmungsprozessen mit Fakultäten bzw. Fachbereichen, Vorbereitung von Gesprächen mit der Akkreditierungsagentur

Akkreditierungsantrag

Beratung beim Aufbau und der Gestaltung des Akkreditierungsantrags (inhaltlicher Aufbau, Aufgabenverteilung, To-Do-Listen), Hilfe bei der Erstellung der Dokumentation, Gegenlesen von Antragsentwürfen auf inhaltliche Stimmigkeit und Vollständigkeit im Hinblick auf die Akkreditierungsvorgaben

Fachliche Fort- und Weiterentwicklung

Fachliche Fort- und Weiterbildung von Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeitern

Programmakkreditierung

Hintergrund

Das 1999 in Deutschland eingeführte Programmakkreditierungssystem hat in den Hochschulen strukturelle Veränderungen in Studium und Lehre bewirkt und sich dabei kontinuierlich weiterentwickelt. Die vom Akkreditierungsrat zertifizierten Agenturen akkreditieren in den Hochschulen Studiengänge im Hinblick auf die Erfüllung von definierten Kriterien. Akkreditierungen lassen sich vereinfacht als „TÜV der Studiengänge“ im Sinne des Verbraucherschutzes darstellen. Studierende, die sich in einem akkreditierten Studiengang immatrikulieren, können definierte Mindeststandards hinsichtlich der Programmqualität erwarten. Das gleiche gilt für Arbeitgeber sowie andere Hochschulen, die Absolventen aus einem akkreditierten Studiengang aufnehmen.

Im Rahmen der Programmakkreditierung müssen Hochschulen nachweisen, dass ihre Studiengänge den folgenden Kriterien des Akkreditierungsrats für die Akkreditierung von Studiengängen entsprechen:

  • Qualifikationsziele des Studiengangskonzeptes
  • konzeptionelle Einordnung des Studiengangs in das Studiensystem
  • Studiengangskonzept
  • Studierbarkeit
  • Prüfungssystem
  • studiengangsbezogene Kooperationen
  • Ausstattung
  • Transparenz und Dokumentation
  • Qualitätssicherung und Weiterentwicklung
  • Studiengänge mit besonderem Profilanspruch
  • Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit

Neben diesen inhaltlichen Kriterien definiert der Akkreditierungsrat komplexe Vorgaben zur Durchführung der Verfahren. Viele bereits akkreditierte Studiengänge befinden sich mittlerweile im Prozess der Re- bzw. Re-Re-Akkreditierung. Bei diesen Wiederholungsverfahren werden die Evaluationen von Studium und Lehre, Absolventenverbleibsstudien sowie die studiengangsbezogenen Weiterentwicklungen genauer betrachtet.

Mein Beratungsangebot

Gern biete ich Ihrer Hochschule folgende Unterstützungen bei der Planung und Durchführung von Programmakkreditierungsverfahren an:

Beratung bei organisatorischen Fragen

Agenturauswahl, To-Do-Listen, Vorschläge zur internen Zeit- und Arbeitsteilung, Prioritätenlisten, Nutzen von Synergien durch fachliche Clusterung, Berücksichtigung von institutionellen oder fachlichen Besonderheiten, Vorbereitung der Vor-Ort-Begutachtung

Ist-Soll-Analyse

Analyse der bereits bestehenden Strukturen und Prozesse, Abgleich mit den Anforderungen an eine Programmakkreditierung, Identifikation von Verbesserngspotentialen, Ableitung von Empfehlungen

Inhaltliche Beratung

Beratung bei der Identifikation von attraktiven Spielräumen in den Akkreditierungskriterien unter Berücksichtigung von Good-Practice-Beispielen (ab wann ist eine Vorgabe erfüllt?), Beratung bei der Identifikation von geeigneten Studiengangszielen, Beratung bezüglich der Kompetenzorientierung von Studium und Lehre

Akkreditierungsantrag

Beratung und Unterstützung bei der Gestaltung des Akkreditierungsantrags (inhaltlicher Aufbau, interne Aufgabenverteilung, To-Do-Listen), Hilfe bei der Erstellung der Dokumentation, Gegenlesen von Antragsentwürfen auf inhaltliche Stimmigkeit und Vollständigkeit im Hinblick auf die Akkreditierungsvorgaben

Abstimmungsgespräche

Mitwirkung an Abstimmungsgesprächen (z.B. mit Stakeholdern, mit der Akkreditierungsagentur, mit anderen Fakultäten)

Fort- und Weiterbildung

Fort- und Weiterbildung von Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeitern in Akkreditierungsangelegenheiten (z.B. für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich QM)

Institutionelle Akkreditierung

Hintergrund

Auf der Grundlage seiner „Empfehlungen zur Akkreditierung privater Hochschulen“ führt der Wissenschaftsrat im Auftrag der Länder Verfahren zur Institutionellen Akkreditierung nichtstaatlicher Hochschulen durch. Darüber hinaus führt er seit 2010 Konzeptprüfungen durch, die Vorhaben zur Gründung nichtstaatlicher Hochschulen zum Gegenstand haben und der staatlichen Anerkennung als Hochschule i.d.R. vorausgehen. Beide Verfahren erfüllen eine qualitätssichernde Funktion bei der Aufnahme nichtstaatlicher Einrichtungen in das deutsche Hochschulsystem. Sie sichern zum einen die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Organisation und dienen zum anderen dem Verbraucherschutz der Studierenden sowie privater und öffentlicher Institutionen als künftige Arbeitgeber der Alumni. Der Wissenschaftsrat hält eine dreimalige von ihm durchgeführte institutionelle Begutachtung nichtstaatlicher Hochschulen für sachgerecht.

Sich gründende Hochschulen müssen sich unter Umständen mit unterschiedlichen Verfahren gleichzeitig auseinandersetzen: Staatliche Genehmigung durch das Land, Institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat und die Programm- bzw. Systemakkreditierung durch eine Akkreditierungsagentur. Diese mehrstufigen Prozesse sinnvoll und erfolgreich zu koordinieren und sich dabei nicht zu „verzetteln“, stellt große Herausforderungen an die Hochschule in Gründung.

Mein Beratungsangebot

Für eine umfassende Beratung und Begleitung durch diese Prüfprozesse biete ich Ihrer Hochschule folgende Dienstleistungen an:

Beratung bei organisatorischen Fragen

Vorschläge zur Arbeitsteilung, Prioritätenliste, To-Do-Listen, Prioritätenlisten, Zeitplanung, Berücksichtigung von institutionellen Besonderheiten

Ist-Soll-Analyse

Analyse der bereits bestehenden Strukturen, Abgleich mit den Anforderungen des Wissenschaftsrats, Identifikation von Verbesserungspotentialen und Risiken, Ableitung von Empfehlungen (um gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Akkreditierung zu schaffen), Berücksichtigung aktueller Trends und Entwicklungen bei den WR-Entscheidungen

Identifikation von Risiken

Identifikation von Risiken für das Verfahren, um gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verfahrensdurchführung zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang werden aktuelle Trends und Entwicklungen berücksichtigt, die aus einer Analyse der WR-Akkreditierungsentscheidungen der letzten Jahre abgeleitet werden

Beratung bei inhaltlichen und strategischen Fragen

Moderation von Strategieentwicklungsprozessen, Beratung bei der Ausrichtung und Gestaltung des Hochschulkonzeptes, Unterstützung bei der Schärfung des Forschungsprofils, Identifikation von neuen Forschungsschwerpunkten, Aufbau einer geeigneten Forschungsorganisation

Abstimmungsgespräche

Mitwirkung an hochschulinternen Abstimmungsgesprächen („alle ins Boot holen“), Vorbereitung von Gesprächen mit dem Wissenschaftsrat

Akkreditierungsantrag

Beratung beim Aufbau und der Gestaltung des Akkreditierungsantrags, Beratung bei der Identifikation von Spielräumen bei der Interpretation der Prüfbereiche, Hilfe bei der Erstellung der Selbstdokumentation, Gegenlesen von Antragsentwürfen auf inhaltliche Stimmigkeit und Vollständigkeit im Hinblick auf die Akkreditierungsvorgaben

Vorbereitung von Vor-Ort-Begutachtungen

Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung der Gespräche mit dem Wissenschaftsrat, Vorbereitung der Vor-Ort-Begutachtungen, z.B. durch Simulationen der Begehungen

Fachliche Fort- und Weiterentwicklung

Fachliche Fort- und Weiterbildung von Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeitern zu einzelnen Prüfbereichen